Die Rival Sons – Rock’n’Roll mit Herz

Die Rival Sons kommen aus Long Beach, Kalifornien und es gibt sie seit 2008.

Du kennst sie noch nicht? Dann hast du was verpasst. Ihren Durchbruch hatten sie, als sie 2010 unter anderem als Vorband von AC/DC oder Alice Cooper gespielt haben. Unter Vertrag stehen sie bei Earache Records.

Die Musik die sie machen ist Rock’n’Roll mit einer großen Portion Blues. Musik die dir ins Herz geht, und selbst wenn du keinen einzigen Song der Band kennst, packt dich die Laune mit zu rocken.

Gestern Abend spielten sie in der Muffathalle in München, einem umgebauten E-Werk. Die Location war eigentlich ganz schön fancy, die Halle war gut gefüllt aber nicht ausverkauft. Du hattest also noch Platz zum Atmen – oder zum Tanzen.

Eine klassische Vorband gab es gestern Abend nicht. Stattdessen wurdest du mit englischen Gedichten von Derrick C. Brown überrascht. Während der Poet Gedichte zitierte, lief passend leise Musik im Hintergrund. Für Leute die keine Gedichte mögen: Ihr hättet Gänsehaut bekommen. Für Leute die Gedichte mögen: Gänsehaut garantiert. Egal ob du Englisch sprichst oder nicht, was auf jeden Fall rüber gekommen ist war das Feeling, und das ist es was zählt.

Spielzeit gestern: 1 1/2 Stunden. War das zu kurz? Definitiv. Die Musik kannst du dir stundenlang anhören, ohne gelangweilt zu werden. Was dich vor allem umhaut, wenn du die Band schon mal bei Spotify gehört hast: Sie klingeln Live noch besser als auf Platte. Wir haben es hier also mit keinen Schummlern zu tun.

Gespielt haben sie unter anderem Songs aus ihren Alben Great Western Valkyrie und Hollow Bones. Und Hut ab, Sänger Jay Buchanan ist eine echte Naturgewalt. Er singt mit soviel Power, dass dir deine zwei Füße nicht ausreichen um mitzutanzen. Meiner Meinung nach kann er locker mit den bekannten Größen aus dem Rockbusiness mithalten. Du wirst echt neidisch, wenn du dem Mann am Mirko zuhörst. So singen willst du auch können.  Egal ob hoch oder tief, laut oder leise, singen fällt ihm scheinbar so einfach wie Schuhe binden.  Was dabei allerdings etwas kurz kommt, ist die nonexistente  Mimik. Wenn Steine singen könnte, wär der Sänger wohl ein Stein. Aber ein verdammt guter, dass muss man ihm lassen. Und wenn du Solos magst, bist du bei ihren Konzerten auch gut aufgehoben. Die haben Schlagzeuger Michael Miley und Gitarrist Scott Holiday  gestern gegeben und ernteten ordentlich Applaus. Egal ob du jung oder alt bist, wenn du die Rival Sons hörst, wirst du Fan, da kannst du nichts dagegen machen. Das hat sich gestern auch an der Diversität des Publikums gezeigt, die ging von deiner kleinen Schwester bis zur  Tante Emma von nebenan.

Wenn du auf Konzert gehen willst, kostet ein Ticket für dich um die 40 Tacken.

Falls du sie in Deutschland sehen möchtest, dann beeil dich, hier sind die Tourdaten:

20.02.2017 – Berlin, Astra

21. 02. 2017, Köln, Live Music Hall

22.02.2017, Frankfurt am Main, Batschkapp 

26.o2.2017, Hamburg, Docks

Und hier kannst du sie finden:

www.rivalsons.com
www.twitter.com/rivalsons
www.instagram.com/rivalsons/

P.S.: Meine Favoriten:

Pressure and Time, Electric Man, Burn down Los Angeles, Good Things

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